Am 14. 07. 2017 verlassen wir die USA und erreichen Kanada. Ein kleiner Grenzübergang mitten im Wald. Der kanadische Grenzbeamte fragt uns, ob wir etwas zu verzollen haben, fragt uns über unsere Reise, drückt einen Stempel in den Pass und wünscht uns eine gute Weiterfahrt. Völlig easy!
Zuerst fahren wir noch durch bewaldete Berge, die dann in eine karge, weite und landwirtschaftlich genutze Ebene übergehen. Unser erster Übernachtungsplatz ist in Pincher Creek in Alberta.
Ab und zu regnet es ein bisschen, und nachts wird es empfindlich kalt. Seit über 10 Monaten haben wir quasi nur „Sommer“ gehabt. Kaum Regen, immer war es warm oder auch richtig heiß.

Wir stellen fest, dass Lebensmittel in Kanada ähnlich teuer sind, als in den USA. Dafür gibt es neben den grossen Supermarktketten auch wieder kleinere Läden mit allem, was man braucht.

Für den 18.07.2017 haben wir ein Treffen mit einem Biker-Paar aus Deutschland, die wir in Spanien kennen gelernt haben. Auf einem Biker Campingplatz in der Region Kootenay, die in British Columbia liegt, wollen wir zwei Tage zusammen verbringen und unsere Erlebnisse austauschen.
Nicht lange nach der Abfahrt aus Pincher Creek, führt die Strasse durch herrliche Wälder, an Seen und Flüssen vorbei und ist ein echter Genuss. Irgendwann ist die Strasse zu Ende und eine kostenlose Fähre bringt uns über den Kootenay Lake. Wenige Kilometer weiter, Richtung Kaslo, links einen Hügel hoch, haben wir unser Ziel erreicht.
Der Campingplatz ist eine echte Überraschung.

Zusammen mit den Betreibern, leben vier grosse, freundliche Hunde, ein Rabe und ein dickes Hängebauchschwein, namens Happy, auf diesem Platz. Die Hunde laufen frei und passen auf, dass keine Bären sich dem Camp nähern und Happy hat die Aufgabe, die menschlichen Morgenmuffel zum lächeln zu bringen. Und das gelingt ihr immer, wenn sie morgens leise grunzend zwischen den Zelten herum läuft. Das Lächeln wird zum Lachen, wenn sie mal wieder unbeobachtet irgendeinen Kühlschrank oder eine unachtsam abgestellte Satteltasche plündert und geschickt Bierdosen knackt oder Käse aus Folie schält. Auch ansonsten herrscht hier eine lockere Atmosphäre.

Mit unseren Freunden verbringen wir zwei gemütliche Tage, dann fahren sie weiter. Eigentlich wollten wir auch nur drei Tage auf diesem Campingplatz bleiben. Daraus werden dann, nicht ganz freiwillig, 15 Tage Reisepause. In der Zeit gibt Georges Laptop seinen Geist auf und sein Vorderreifen macht schlapp. Beides muss repariert werden. Aber die Zeit wird nicht lang, auf diesem speziellen Campground.

Am 02. 08.2017 starten wir dann Richtung Glacier Nationalpark. Über Naksup, Vernon und Revelstoke erreichen wir den Park am 05.08.2017.

Waldbrände gibt es in BC jedes Jahr, aber in diesem Jahr sind die Waldbrände besonders zahlreich und können nur schwer eingedämmt werden. Die schlimmsten Brände, seit 60 Jahren, erfahren wir. Einige Ortschaften müssen evakuiert werden und manche Hauptverkehrswege sind nicht befahrbar. In einigen Naturschutzgebieten sind Campingplätze, Wander- und Offroadwege wegen der Feuer gesperrt. Die Luft ist zum Teil voll von Asche, so dass ein eigentlich klarer und sonniger Tag dunstig wirkt. Und manchmal kann man auch den Rauch riechen, obwohl das Feuer weit weg ist. Der Wind treibt Asche und Rauch vor sich her und verteilt beides über riesige Flächen.

Wir finden einen Campingplatz mitten im Glacier Nationalpark, hoch auf dem Rogerspass, direkt an einem rauschenden Gletscherfluss. Nachts wird es ziemlich kühl, aber die Natur dort ist fantastisch. Hier soll es viele Bären geben. Andere erzählen uns von Sichtungen, aber wir sehen keinen. Aber bei jedem Spaziergang sitzt eine leichte Furcht, dass ein Bär unseren Weg kreuzen könnte. Deswegen nehmen wir immer unser Bärenspray mit.

Am 07.08.2017 reisen wir weiter. Viele Kilometer Richtung Radium Hot Springs fahren wir durch verräucherte und aschegeschwängerte Luft und sehen im Wald in Strassennähe einige Waldbrände.
Unterwegs machen wir einen Spaziergang zu den Paint Pots. Die Paint Pots, ein Waldstück mit eigenartigen gelb- und orangefarbigen Tümpeln. Die farbigen Tümpel sind durch ungewöhnlich physikalische und chemische Vorgänge entstanden. Sie waren und sind für die Indianer ein heiliger Ort. Der gelbe Ocker wurde von den Indianern gereinigt, mit Wasser in walnussgroße Kugeln geknetet, zu Kuchenform geglättet und gebacken. Das dadurch entstandene rote Pulver wurde mit Fischöl oder Tierfett gemischt, um Körper, Zelte, Kleidung oder Felsen zu bemalen.
Später kamen die weissen Siedler und haben die Erde maschinell abgegraben, um sie zu Geld zu machen. Heute aber herrscht Ruhe dort und nur ein paar verrostete Gerätschaften erinnern noch an die Plündere.

Ab Radium Hotsprings wird es wieder so richtig touristisch, denn genau wie in den USA, sind die Nationalparks, vor allem Banff und Jasper, im Sommer Touristenmagneten. Das heisst: Volle Campingplätze, besonders an Wochenenden, so dass wir ab Mittag auf Platzsuche gehen müssen. Ein paar Kilometer ausserhalb Banffs, finden wir einen tollen Platz an einem wunderschönen See.

Am 09.08.2017 geht die Fahrt weiter. Ganz etwas besonderes sind die Flüsse und Seen, an denen wir entlang fahren oder auch mal Pause machen. Die Farbe des Wassers kann man als milchiges Türkis beschreiben. Zusammen mit dem tiefdunklen Grün der Tannenwälder und den verschieden farbigen Felsen, sieht das fast magisch und unwirklich aus, wie eine Märchenlandschaft.

Kanada ist riesig, hat nur ca. 3,7 Bewohner pro km². Im Gegensatz zu Deutschland, wo es mehr als 230 Bewohner pro km2 sind. Es gibt nur ein mageres Strassennetz. Die Strassen sind nicht so breit, wie in den USA und daher herrscht oft reger Verkehr besonders da, wo sich viele Touristen aufhalten.

Um dem Touristenrummel zu entgehen, fahren wir bei Saskatchewan River Crossing aus dem Park raus und finden ein ruhiges Plätzchen 30 Kilometer entfernt am Two o‘ Clock Creek.

Abends mache ich eine kleine Wanderung zum Fluss…als es plötzlich im Wald knistert und knackt. Ich denke sofort an einen Bären und springe vor Schreck gefühlte 10 Meter rückwärts…obwohl man auf keinen Fall flüchten soll, wenn ein Bär kommt. Ein Ranger hat uns genau erklärt, wie man sich verhalten soll. Mit den Armen winken und „Hallo Bär“ rufen und sich dann langsam rückwärts bewegen. Ich starre in halber Panik auf den Waldrand. Das Knistern und Knacken wird immer lauter. Ich hebe schon die Arme und „Hallo Bär“ liegt mir auf der Zunge….als aus dem Gebüsch ein Mann hervortritt, mit Handtuch und Socken bewaffnet, um sich die Füsse im Fluss zu waschen. „Hello….“ sage ich…lasse die Arme sinken und das „…Bär“ verschlucke ich zum Glück.

Am nächsten Tag erreichen wir den Jasper Nationalpark und fahren bis auf die Sunwapta Passhöhe. Direkt gegenüber von einem Gletscher, der seine Kälte in die Umgebung abstrahlt. Als es dunkel wird, senkt sich frostige Luft über den Platz. Das wird eine eisige Nacht. Wir ziehen alle warmen Klamotten an, die wir in unseren Taschen finden, und sehen damit fast aus, wie Sumoringer. In unsere warmen Schlafsäcke gemummelt, überstehen wir die Nacht, ohne zum Eiszapfen zu werden.

Am 11.08.2017 fahren wir gemütlich weiter, bis zum Honeymoonlake. Bewundern unterwegs die Aussichten auf Gletscher, die man von der Strasse aus sieht und deren Kälte man beim Vorbeifahren spürt. Früh erreichen wir einen kleinen Campingplatz direkt am See, der um diese Zeit schon fast voll ist. Schon einige Tage hatten wir keine Dusche mehr. Der See hat seinen Namen verdient, denn friedlich und spiegelglatt ruht er im Wald, von dunklen Tannen umsäumt, die bis an seine Ufer reichen und das wirkt richtig romantisch. Zudem ist das Wasser im Honeymoon überraschend warm. Wir gehen schwimmen und statt Dusche waschen wir den Staub der Landstrasse mit Honeymonwasser ab…selbstverständlich ganz umweltfreundlich, ohne Seife und Shampoo.

Gegen Abend treffen zwei Radreisende ein. Anita und Andy aus Österreich starten gerade eine Reise durch Kanada und die USA. Zuvor haben sie fast 3 Jahre lang die Welt per Fahrrad bereist, ein Buch geschrieben ( „Rückenwind“) und touren erfolgreich mit Vorträgen über ihre Abenteuer. Sie fragen, ob sie den Platz mit uns teilen können. Abends tauschen wir spannende Reiseerlebnisse aus. Kurze Zeit später gesellt sich noch Steve, ein Motorradfahrer aus den USA dazu, der keinen Übernachtungsplatz gefunden hat. Alle Campgrounds in der Umgebung sind um diese Uhrzeit belegt. Da unsere Parzelle riesig ist, stellt auch er noch sein Zeltchen dazu. Es wird ein lauschiger Abend mit interessanten Gesprächen über das Reisen und Steves mitgebrachte Flasche Whisky macht die Runde.
Wir bleiben noch eine weitere Nacht im Honeymoon. Die Radler brechen am Morgen auf.
Am Nachmittag trudelt erneut ein Radreisender ein. Thomas aus Süddeutschland. Er hat auf der Fahrt Anita und Andy getroffen, die ihm den Honeymoon empfohlen haben und dass er sicherlich den Platz mit uns teilen könne. Klar doch! Wir erfahren von ihm dass er kürzlich aus Asien wieder gekommen ist und jetzt Kanada und die USA bereisen möchte und Mexiko….da können wir ihm gute Tips geben.

Wir sind echt baff, Menschen zu treffen, die mit dem Rad um die ganze Welt gefahren sind. Was für eine Leistung! Radreisende leben tatsächlich sehr minimalistisch. Da muss wirklich jedes Utensil abgewogen werden. Dagegen ist unsere Motorradreise quasi Luxus…..ob wir das auch könnten, mit dem Fahrrad? Im Durchschnitt fahren die Radler ca. 70 km am Tag. Mit Rückenwind können es auch mehr sein. Wir stellen uns vor, dass wir nach wenigen Kilometern japsend vom Rad fallen würden, um dann tagelang Muskelkater zu haben. Wir beneiden ein bisschen die strammen Waden, die durchtrainierten Körper und die Kondition der Radler.

Am Morgen des 13. 08.2017 ist es diesig…wird es regnen oder nicht? George packt sich in seinen Regenkombi, aber ich, ganz optimistisch, fahre ohne Regenschutz los. Auf der Fahrt fängt es an zu tropfen. Wir erreichen den Ort Jasper, auf einer landschaftlich schönen Nebenstrecke. George trocken, ich durchnässt und frierend. Nur wenige Kilometer sind wir gefahren. George hat Mitleid mit seiner „optimistischen Frau“ und wir beschliessen, in Jasper zu zelten. Es regnet fast die ganze Nacht und morgens müssen wir das Zelt nass einpacken. Später kaufen wir in Jasper ein und wärmen uns in einem Lokal auf. Plötzlich entdecken wir erfreut ein bekanntes Gesicht, Thomas, der gerade sein Rad abstellt, um einkaufen zu gehen. Wieder teilen wir den Platz. Das spart für alle Kosten.
Leicht frustriert über das Wetter, verziehen wir uns früh ins Zelt, denn der Regen mag nicht aufhören. Es ist nass und es ist ungemütlich. Am nächsten Morgen hat der Regen aufgehört und wir haben bei einem heissen Kaffee noch mal Gelegenheit mit Thomas zu plaudern.

Alaska ist unser Ziel, und so führt uns der Weg Richtung Prince George. Zwar regnet es nicht mehr, aber es wird immer kälter. In McBride gönnen wir uns ein Hotelzimmer, weil es so kalt ist. Das Zimmer ist das günstigste, was wir finden können, ist für unser Budget aber immer noch zu teuer. Ungewohnt, nach so vielen Wochen wieder in festen vier Wänden zu nächtigen. Angenehm warm, ein eigenes Badezimmer und eine gute Matratze….sind wir durch über 10 Monate Sommer zu Weicheiern mutiert? Vielleicht sind wir ein bisschen verwöhnt, haben uns zu sehr an das schöne warme Wetter gewöhnt, aber trotzdem sind wir uns einig: Zelten ist schöner und so frühstücken wir draussen hinterm Motel in der Sonne, wie wir es gewohnt sind.

Laut Wetterbericht wird das Wetter in Nordkanada und vor allem in Alaska nicht besser, sondern kühler und feuchter…die Sommer in Kanada und Alaska sind kurz. Uns wird bewusst, dass unsere letzten Wochen dieser Reise angebrochen sind. Was tun? Im Internet sehen wir, dass es im Süden von Kanada wärmer ist und auch bleibt und wo war es dort am schönsten? Auf dem Biker Campground in der Nähe von Kaslo.
Mit zwei Zwischenübernachtungen erreichen wir diesen sympathischen Ort am 18.08.2017.

Wir haben den Tip bekommen, unsere Motorräder mit Air Canada zurück fliegen zu lassen. Das wollen wir auf dem Biker Campground erledigen. Air Canada bietet in den Sommermonaten einen günstigen Transport für Motorräder an. Die Maschinen werden per fly and ride verfrachtet, also nur auf Paletten verzurrt. Satteltaschen dürfen gefüllt am Motorrad verbleiben. Der Transport geht nach Gewicht und liegt um die 800 Euro pro Motorrad, plus 80,- Euro für das Dokument „Dangerous Goods“. Wir kontaktieren per e-Mail einen Mitarbeiter von Air Canada in Frankfurt, mit dem wir auf Deutsch korrespondieren können. Der freundliche Mensch erklärt uns den Vorgang und erledigt für uns die Buchung der Motorräder. Vancouver – Frankfurt am 04.09.2017. Wir werden einen Tag später mit Condor abfliegen, denn mit Air Canada sind die Preise für Personen doppelt so teuer.

Für das benötigte Dokument, „Dangerous Goods“, bekommen wir eine e-Mail Adresse einer Firma hier in Kanada. Per Mail erhalten wir ein Formular, welches wir ausfüllen müssen und mit Unterschrift versehen zurück senden. Das fertige Dokument bekommen wir per Mail zugesendet. Dieses müssen wir 3fach ausdrucken und bei der Anlieferung der Motorräder in Vancouver abgeben. Da wir keinen Drucker haben, bitten wir Mary, die Betreiberin des Campgrounds und sie hilft uns gerne. Danke, Mary.
Mit dem Dangerous Goods Dokument versichern wir, dass sich im Motorrad und den Taschen keine explosiven oder brennbaren Stoffe befinden. Der Tank muss weniger als 3 l Benzin enthalten. Das kennen wir ja schon von der Hinreise nach Cancun. Zollpapiere sind keine nötig, da unsere Motorräder ja in Deutschland gemeldet sind.

Es braucht einige Tage, bis wir alle Formalitäten erledigt haben. Zwischendurch machen wir schöne Ausflüge in die Umgebung. Z.B. 20 km weit entfernt in die kleine Stadt Kaslo. Früher gab es hier Silberminen und ein Raddampfer transportierte Güter und Passagiere. Der Dampfer dient heute als Museum und die alten viktorianischen Häuser sind sehr schön restauriert. Viele Touristen kommen jedes Jahr in diesen hübschen Ort.

Am 28.08.2017 brechen wir dann auf, zur letzten Etappe in Kanada. Das Jahr ist so schnell vergangen und wir sind traurig, dass diese Reise nun zu Ende geht. Wir geniessen noch mal so richtig schönes Wetter, tolle Landschaften, die Natur und die Nächte im Zelt, kochen auf dem Gaskocher…aber der Abreisetermin liegt über all dem, wie ein Damoklesschwert.

Am 02.09.2017 erreichen wir Vancouver. Wir haben uns in Richmond eine Unterkunft gesucht, weil es nur 6 km bis zum Flughafen sind. Wir sortieren unser Gepäck, entfernen alle gefährlichen Güter und bereiten die Motorräder für den Transport vor.
Am nächsten Morgen fahren wir unsere Möpples zum Flughafen und übergeben sie an Air Canada. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und hilfsbereit und der Papierkram wird zügig erledigt. Tja, und dann sind wir ohne Motorräder. 12 Monate lang sind wir fast jeden Tag gefahren…..das ist jetzt wirklich ein ganz bedrückendes Gefühl. Wir laufen die 6 km zurück zur Unterkunft…

Am 04.09.2017 fahren wir mit dem Skytrain in die City von Vancouver. Für 9,50 CAD bekommen wir ein Ticket, mit dem wir einen ganzen Tag kreuz und quer durch die Stadt fahren können. Beeindruckend sind der Hafen, die Hochhäuser und besonders Chinatown. Ein Stadtviertel, welches von Chinesen 1858 nach dem Goldrausch gegründert wurde. Wir haben gelesen, dass es ein quirliges Stadtviertel ist, aber an diesem Tag ist es wie ausgestorben. Schade. Wir erfahren nicht, warum. Trotzdem ist es beeindruckend und spannend, die im chinesischen Stil gestalteten Häuser zu sehen. Sogar die Strassenschilder sind in lateinischer und chinesischer Schrift.

Am nächsten Tag um 17:45 Uhr geht unser Flug nach Frankfurt. Unter die Bedrückung, dass die Reise nun endet, mischt sich auch Vorfreude, unsere Kinder, die Enkel, Freunde und Bekannte, wieder zu sehen.

Kanada, bzw. British Columbia hat uns gefallen. Ausser BC, haben wir nur Alberta gestreift. Die endlosen Wälder, die Flüsse und Seen, sind fantastisch. Die Menschen sehr offen, freundlich und ehrlich interessiert. Es gibt sehr viele gravel roads, abseits der asphaltierten Strecken, die wir aber mit unseren schweren Maschinen nicht befahren haben. Trotzdem hatten wir auch oft Strecken, die wenig befahren waren und märchenhafte Aussichten boten.
Wir haben fast nur gezeltet. Zum einen ist es für uns die schönste Art, auf Reisen zu wohnen, auf der anderen Seite ist Kanada ein teures Reiseland und Hotelübernachtungen reissen schnell ein tiefes Loch in die Reisekasse. Es gibt viele Campingplätze, die während der Saison in den Nationalparks überfüllt sind. Aber etwas abseits der touristischen Pfade, findet man immer ein Plätzchen und dort ist die Natur genau so schön.
Wir sind keinem einzigen Bären begegnet….schade?…oder doch eher glücklicherweise?….so ganz einig sind wir uns da nicht.

Aber worüber wir uns einig sind: Wir wollen wieder reisen. Wir wollen noch andere Erdteile sehen und erleben. Das Reisefieber hat uns befallen. Es fällt nicht leicht, sich wieder in den deutschen Alltag einzuordnen. Für eine Weile müssen wir das.
In den 12 Monaten unterwegs, haben wir viele Erfahrungen gesammelt, was Langzeitreisen betrifft. Diese Erfahrungen werten wir jetzt aus, und werden uns bei der Planung der nächsten Tour hilfreich sein.

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